KANADA

Reisen & Leben in Kanada

Luellen Lake am MorgenJa lang ist’s her! Sorry, aber hatten im Nationalpark verständlicherweise keinen Internetanschluss :) Wie ist es uns im Nationalpark ergangen: Klar haben wir am Tag vor unser Trip in die kanadische Wildnis begann auch noch ein Zelt, Nahrung, und Bärenspray (für den Fall, dass es mit einem Bären ernst würde) gefunden… Damit war unsere Ausrüstung erstmal komplett. Da wir ja derzeit in Calgary an der Uni logieren mussten wir als erstes mal nach Banff kommen, unser Ausgangspunkt in den Nationalpark. Die weltbekannten Greyhoundbusse boten sich als Transportmittel an. Und wie krass sind denn die drauf… Ja das ist so als wenn du mit dem Flugzeug fliegst: Ticket bestätigen, Check-In, dann zum Gate, und dann werden alle schön langsam in den Bus gepresst :) Hallo! Das ist doch nur ein Bus!!
In Banff angekommen brauchten wir ja noch eine Route für 4 volle Tage. Auskunft hierzu gabs bei der Nationalpark-Info. Klar hatten wir schon vorab eine ganz bestimmte Route im Auge. Aber lässt sich die in 4 Tagen überhaupt schaffen? Erste Ansprechperson: eine junge Rangerin: “No, you can’t do that trip within 4 days” Ok, dachten wir, und sind erstmal raus ins Freie um uns zu beraten. Als wir uns dann damit abgefunden hatten diese Route nicht gehen zu können, sind wir wieder rein. Zweite Ansprechperson: ein 67-jähriger Ranger: “Yes, you can do it!”, und “Don’t trust in that idiotic bearbells” :) Suuuper, dachten wir, bezahlten die 78,00$ Nationalparkgebühr, tauschten unsere “Anti-Bären-Glöckchen” durch laute Trillerpfeifen, fuhren mit dem Taxi zum Einstiegspunkt und gingen los.

An diesem ersten Wandernachmittag war unser Tag mit Regenfällen gesegnet. Hatten aber ja unsere Regen-Ponchos und stampften fleißig 19 km durch den Dreck. Ich, dank, meinen kaputten Füßen mit bloßen Sandalen (vielleicht erinnert sich noch jemand ans Fußballspielen mit Werner in Vancouver. Sport ist Mord! Das war Wandern wie zu Jesus Zeiten :D

Food Storage Am ersten Campground angekommen wurden wir positiv überrascht: wir mussten uns gar keinen food-storage (Seil zwischen zwei Bäumen in mind. 4 Metern Höhe woran man über Nacht Kochkleidung, Essen, und alles was sonst nocht irgendwie duftet hochzieht um Bären vom Zeltplatz fern zu halten) selbst zusammen zimmern, sondern alle Campgrounds sind bereits mit food-storage und Feuerstelle ausgestattet. Dennoch darf man sich das ganze nicht als typischen Zeltplatz vorstellen. Da ist die Feuerstelle, ein Stahlseil zwischen 2 Bäumen und ein bis max. 5 Fleckchen Erde, die nicht zugewachsen sind, damit man dort mit einem Zelt einigermaßen Platz findet. Also ein Zelt mitten im Nirgendwo!

Am 2. Wandertag war das Wetter toll! Sommer, Sonne, Sonnenschein! Nachdem wir gleich am Morgen einige Bäche barfuß und mehr oder auch weniger trocken überquert hatten, merkten wir gegen Mitte des Tages, dass wir unser Tagespensum nur schaffen würden, wenn wir jetzt mal ordentlich Gas geben, d.h. wir mussten beinahe durch den Wald LAUFEN um noch vor Einbruch der Finsternis zu unserem Campground zu gelangen. Verdammt, die Kilometerangaben auf den Karten waren einfach falsch!! An jeder neuen Weggabelung mit Beschilderung inkl. der tatsächlichen und offensichtlich richtigen Entfernungen, fielen wir von neuem aus allen Wolken :( An diesem Tag meldeten sich dann auch die später noch verhängnisvollen Knieschmerzen an!
Das schöne an dem Tag: wir hatten nicht eine Menschenseele gesehen. Nur wir und die kanadische Wildnis.

Werner am Badger PassAm 3. Wandertag gingen wir dann zeitig los in Richtung Badger Pass. Der Pass ist so hoch wie bei uns eine Bergspitze, also keine falschen Verharmlosungen der Lage bitte :) Durch den Schnee gestapft und oben angekommen, kochten wir etwas weiter talabwärts eine gute Suppe und ließen uns von einer sich um nichts scherenden Gruppe Bighorns (Mufflons) beobachten. Klar haben wir dann zurück fotographiert :)
Wieder einen schier endlosen Abstieg in Richtung Tal hinter uns, mittlerweile mit verbundenem Knie (hat immer mehr geschmerzt), wurden wir dann durch den traumhaften Anblick des Luellen Lake belohnt. An diesem schlugen wir dann auch unser Zeltlager auf…. und wurden von den Moskitos beinahe aufgefressen (in etwa 90 gezählte Stiche pro Kopf). Aber gebt euch mal die Bilder vom See! Das ist schon echt wie im Märchen dort!

Am vierten Tag folgte die Ernüchterung. Die Knieschmerzen waren mittlerweile so groß, dass wir unseren Trip in die Wildnis einen Tag vor Ende abbrechen mussten. Wir stiegen über ein Seitental ab und wurden abermals mit wunderbaren Ausblicken auf wunderschöne Wasserfälle vom Nationalpark Banff verabschiedet! Am Ende des Tales an der Straße gabs dann sogar noch ein erstes Bier und ein richtiges Essen (nicht immer nur Nüsse, Trockenfrüchte, Schoki und Dosen-Chili ;)

Vom Essen in der Wildnis nicht gerade verwöhnt, gönnten wir uns dann gleich am nächsten morgen abermals ein typisches Ami-Frühstück mit Eiern, Kartoffeln, gebratenem Speck und noch mehr gebratenem Spreck. Seht euch an wie Werner glücklich war :) Durch Zufall eine spontane Fahrgelegenheit nach Banff ergattert (bei welcher es Werner im wahrsten Sinne des Wortes “auf die Eier ging” -> siehe Foto :) ) gings dann zurück zur kleinen Stadt Banff, in welcher 4 Tage zuvor alles begonnen hatte.

Jetzt sind wir wieder in Calgary, alles tut weh, wir beide hinken (Fuß- und Muskelschmerzen ohne Ende), mein Knie schreit den ganzen Tag zu mir hoch “du Arsch!” und freuen uns schon auf Morgen: endlich wieder zurück in die neue Heimat Vancouver :) Viel Spaß mit der Bildergalerie!

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12 Kommentare zu “Tag 23 bis 30: Banff National Park”

  1. Jazz sagt:

    hehe die foto san wahnsinnig, volle schiena londschoften, schaug seggo supo aus, schode das dei Knie gschmerzt hot wäg..
    Und jo HÖPPE du konsch jo decht braune werden odo isch des la augebrennt :P

    Grüße fa do Heimat

  2. elli sagt:

    hoi des zwa flitzpiepen zruck fa the wildniss.
    … obbo des ob jo unbeding in dei weitn zi fuiss ummanondolafn gemisst und sat et mitn kajak gapaddlt. worum mahntas om di mouties resso?
    dou konn i lamma lochn und soug GEMIETLICH!!!

  3. Wisl sagt:

    Volle geil!!! Fost zi beneidn :)
    Obo itz mogsch widoamo rasiern höppe :D

  4. Christian sagt:

    Hallo, tolle Erlebnisse, super Bilder, beneide euch ob der endlosen Freiheit.
    Christian

  5. Hons sagt:

    Hoi Jungs..

    gewaltig geila fotos…Höppe bitte rasiern :-)

    mochts guit!!!

  6. soso sagt:

    Ma geilo trip, hoi! Suppo fotos… la holt s´knie, jo… se isch holt a sella soche, söü!

    af jedn foll gueta erholung enk zwua!

  7. Metalmac sagt:

    Madonna wie geil ischs do, secco zi beneidn! Und secco Höppe: Rasiern :-D
    Greets!

  8. Chrischa sagt:

    jo oanfoch suppo. madooooia. jo wäg oan bär hosche wo gsegn gä weddi. mochts guit

  9. Werner sagt:

    joo joooo! :D ok hop jo recht.. jo bort isch zin grossteil wido ob, war et ondoscht gong fi di wohnungssuche.. schode eigntlich.. ;)

  10. [...] Einen kurzen Reisebericht zur Wanderung über den Trail im Nationalpark von Banff Kanada Ihr hier: Nationalpark Banff Kanada (Canada). Viel Spaß![Slideshow] [...]

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